Montag, 27. November 2017

Gedanken und Gefühle erstrahlen und leuchten.

Volkstrauertag und Totensonntag fallen in eine Jahreszeit, die für viele Menschen Dunkelheit, Melancholie, Sehnsucht und Traurigkeit bedeuten.... Monat November. Auf der einen Seite soll noch keine Advents- und Weihnachtsbeleuchtung an den Fenstern der Häuser erstrahlen, aber auf der anderen Seite werden Gräber bzw. Grabstätten aufgehübscht und winterfest gemacht sowie kleine Laternen bzw. Lichter entzündet, die die feierlichen Erinnerungen symbolisieren.

Die Menschheit neigt dazu, althergebrachtes Brauchtum nur schweren Herzens in optimistisches, positives Antlitz zu setzen, ohne dabei seinem Inneren das Gefühl eines Fehltritts und Vertrauensbruch zu geben. Doch eben diesen starken Schritt habe ich am gestrigen Sonntag mit einigen BewohnerInnen des Pflegeheims vollzogen. Die positive Reaktion war großartig, regelrecht überwältigend.

Jede/Jeder nannte ganz bewusst die Namen, für die ich stellvertretend eine Kerze/ein Teelicht entzündete. Am Ende erstrahlte und leuchtete in der Mitte des Raumes ein Meer aus Lichtern. Dieses Bild und dieser Moment erzeugte und vermittelte eine wohlige Wärme bei allen Beteiligten. Diese wohlige Wärme wurde im Anschluss in Worten ausgedrückt. Die genannten Gedanken sowie Gefühle wurden von mir auf kleinen Zetteln festgehalten, mit den entsprechenden Namen des/der BewohnerIn versehen und in einen farbenfrohen, lebendigen Karton gelegt. Dieser steht nun in einem der beiden Aufenthaltsräume und darf von jederman jederzeit gelesen werden und hoffentlich dabei schöne Emotionen erzeugen.



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